Die Pflegekasse übernimmt Leistungen je nach Pflegegrad – aber nur in begrenztem Umfang. Bei Pflegegrad 5 zahlt die Kasse im Heim z.B. maximal 2.096 Euro (stationär) und bei ambulanter Pflege nur etwa 2.299 Euro monatlich. Alles darüber hinaus müssen Pflegebedürftige selbst tragen. Ab 2025 steigt der Beitragssatz in der sozialen Pflegeversicherung um 0,2 Prozentpunkte auf 3,6 % (4,2 % für Kinderlose), um die Pflege finanzieren zu können. Diese Beitragserhöhung zeigt: Nutzen Sie jetzt die Zeit, um sich Gedanken über Ihre Absicherung zu machen.
Wichtige Fakten zur Pflegeabsicherung
Pflegebedürftigkeit trifft oft unerwartet – umso wichtiger ist es, rechtzeitig vorzusorgen. Mit der richtigen Absicherung schützen Sie sich und Ihre Familie vor finanziellen Sorgen. Die folgenden Punkte zeigen, worauf Sie jetzt achten sollten.
- Begrenzte Kassenleistungen
Je höher der Pflegegrad, desto mehr zahlt die Kasse, doch bei weitem nicht alles. Selbst bei Pflegegrad 5 bleibt oft ein Eigenanteil von mehreren Hundert Euro pro Monat.
- Private Pflegezusatz
Eine Pflegezusatzversicherung leistet im Pflegefall zusätzlich. Sie zahlt etwa einen bestimmten Tages- oder Monatsbetrag aus, so dass Sie weniger aus eigener Tasche zahlen müssen.
- Sozialhilfefall vermeiden
Reichen Einkommen und Vermögen nicht aus, springt das Sozialamt ein. Oft fürchten Eltern, Kinder müssten zahlen. Tatsächlich werden Kinder aber erst bei sehr hohem Einkommen (ab rund 100.000 Euro) zur Kasse gebeten. Eine Zusatzversicherung sorgt dennoch für mehr Unabhängigkeit.
Eine private Pflegeversicherung kann sinnvoll sein, um Ihr Vermögen zu schützen und finanzielle Belastungen im Alter zu begrenzen. Prüfen Sie Angebote aufmerksam, denn Beiträge werden bis ins hohe Alter gezahlt.
Nils Lederer
Lassen Sie sich jetzt beraten, ob und wann eine Pflegevorsorge für Sie sinnvoll ist. Eine gute Mischung aus gesetzlicher Basis und privater Ergänzung gibt Ihnen Sicherheit für den Ernstfall.f